Wien, 03. April 2023

Love, love, love
Die bedingungslose Liebe
Soll die Liebe exklusiv sein? Darf ich nur Vater, Mutter, den Partner und die Familie lieben und die Anderen „nur“ mögen? Wieso kann ich nicht meine Freunde, vielleicht auch nur flüchtige Bekannte lieben? Die Tiere, die Natur und die Welt an sich mit allen ihren unterschiedlichen Lebewesen?
Ich bin so aufgewachsen, dass ich das Gefühl hatte, Liebe sei etwas Exklusives, was Besonderes, was verdient werden muss und nicht leichtfertig zu verschenken ist. Quasi ein wertvolles Gut, was nur begrenzt da ist. So war ich immer auf der Suche nach Liebe und hatte das Gefühl sie sei zu wenig da. Ich hätte sie gerne viel öfter gespürt oder in Worten verpackt gehört. Sicher war sie da, sie war einfach nur selbstverständlich und wurde nicht artikuliert.
Da ist unsere Tochter ganz anders. Sie hat kein Problem damit ihre Liebe zu zeigen und auch offen zu sagen. Sogar im Kindergarten sagte sie offen zu ihren Freundinnen und ihrer Pädagogin, dass sie sie liebt. Am Anfang war es für mich befremdlich, aber dann erkannte ich meine eigene Begrenzung im Denken und Handeln. Wieso eigentlich nicht?
Die Liebe ist bedingungslos, unendlich und hat so viele Facetten und Nuancen. Eigentlich hat sie auch keine Regeln. Nicht einmal die Betroffenen müssen sich einig sein, wie zum Beispiel bei der unerwiderten Liebe. Aber im Idealfall werden sich zwei Parteien einig und definieren gemeinsam was die Liebe zwischen ihnen bedeutet. Sind sie Freunde, Partner, Ehepartner, eventuell sogar Geschäftspartner, die sich schätzen und es schaffen auf Augenhöhe und gleichberechtigt miteinander zu arbeiten? Dieses Einverständnis muss nicht unbedingt ausgesprochen werden, aber jeder hört doch gerne ein Bekenntnis der Liebe und Wertschätzung. Denn Liebe kann überall entstehen und wenn sie da ist, dann müssen wir sie meiner Meinung nach zeigen. Lasst uns jetzt damit anfangen!
In Liebe,
eure Anita